Hochrechnung lag richtig beim Lager, falsch beim SVP-Ziel: Bern bleibt bei 4:3

30.03.2026


Der Kanton Bern setzt in seiner Exekutive auf Kontinuität: Die Kräfteverhältnisse im siebenköpfigen Regierungsrat bleiben nach den Wahlen vom Sonntag unverändert. Das bürgerliche Lager hält weiterhin vier Sitze, die Linke drei. Damit ist der Versuch der SVP gescheitert, mit einem dritten Mandat ihre Position in der Kantonsregierung auszubauen.

Den besten Stimmenanteil erzielte Finanzdirektorin Astrid Bärtschi (Mitte) mit 138'672 Stimmen, gefolgt von der bisherigen SP-Regierungsrätin Evi Allemann mit 129'824 Stimmen und Sicherheitsdirektor Philippe Müller (FDP) mit 120'623 Stimmen. Auf Platz vier folgt mit 109'078 Stimmen der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP), der neu in die Kantonsregierung einzieht und damit seinen Parteikollegen, den bisherigen Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg (SVP, 108'022 Stimmen), knapp übertrifft.

Auch auf linker Seite kommt es zu personellen Verschiebungen: Nationalrätin Aline Trede (Grüne) schafft mit 101'511 Stimmen den Sprung in die Regierung. Für Spannung sorgte der Kampf um den siebten Sitz, der zum Showdown zwischen dem Langenthaler Stadtpräsidenten Reto Müller (SP) und dem SVP-Kandidaten Daniel Bichsel wurde. Am Ende setzte sich Müller mit 99'021 Stimmen knapp durch und verhinderte damit, dass die SVP ihren zweiten Sitz zulasten der Linken ausbauen konnte.

Bereits am Nachmittag hatte eine vom Kanton in Auftrag gegebene Hochrechnung des Instituts gfs.bern signalisiert, dass die Bürgerlichen ihre Mehrheit verteidigen dürften, während das SVP-Ziel eines dritten Sitzes in Reichweite, aber nicht gesichert schien. Diese Prognose bestätigte sich am Abend: Die parteipolitische Zusammensetzung des Gremiums bleibt mit 2 SVP-, 1 FDP-, 1 Mitte-, 2 SP- und 1 Grünen-Sitz stabil, auch wenn auf beiden Seiten neue Gesichter in die Berner Kantonsregierung einziehen.


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