Novartis baut sein Geschäft in der Immunologie mit einem weiteren Zukauf aus. Der Schweizer Pharmakonzern will das kalifornische Biotechunternehmen Excellergy für bis zu 2 Milliarden US‑Dollar übernehmen. Vereinbart sind laut Unternehmensangaben Zahlungen in Form von Vorab- und Meilensteinzahlungen. Mit der Transaktion zielt Novartis darauf ab, seine Position im wachsenden Markt für Behandlungen von Nahrungsmittelallergien und anderen allergischen Sofortreaktionen zu stärken.
Im Zentrum des Deals steht der Wirkstoffkandidat Exl-111 von Excellergy. Der Ansatz zielt darauf ab, das Immunglobulin E (IgE) zu blockieren – ein Schlüsselmolekül bei vielen allergischen Reaktionen. Durch die gezielte Blockade von IgE erhofft sich Novartis eine schnellere und effektivere Linderung von Symptomen als mit bisherigen Therapien. Potenzielle Einsatzgebiete reichen von Asthma und Nesselsucht bis hin zu Nahrungsmittelallergien; auch eine Anwendung bei Kindern wird derzeit untersucht. Exl-111 befindet sich noch in einer frühen klinischen Testphase.
Die Übernahme von Excellergy fügt sich in eine breitere Strategie von Novartis ein, das eigene Immunologie-Portfolio auszubauen. Der Markt für Allergiebehandlungen wächst stetig, getrieben von steigender Diagnoserate und einem hohen medizinischen Bedarf an zielgerichteten Therapien. Novartis sieht hier nach eigenen Angaben erhebliches Potenzial und will sich mit innovativen Biotech-Plattformen Zugang zu neuen Behandlungsoptionen sichern. Gleichzeitig baut der Konzern damit seine Pipeline in einem Segment aus, das als struktureller Wachstumstreiber gilt.
Die Transaktion soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen und der Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden. Für Novartis ist es bereits der zweite größere Deal in kurzer Zeit: Erst in der Vorwoche hatte der Konzern den Erwerb eines Brustkrebs-Wirkstoffkandidaten von der US-Biotechfirma Synnovation Therapeutics im Volumen von bis zu 3 Milliarden US‑Dollar angekündigt. Mit der Abfolge solcher Akquisitionen unterstreicht Novartis seinen Fokus auf spezialisierte Therapiefelder mit hoher Wertschöpfung und langfristigem Wachstumspotenzial.

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